Geschichte des Weihnachtsbaums
Vom immergrünen Zweig als Zeichen des Lebens bis zum festlich geschmückten Weihnachtsbaum in unseren Wohnzimmern: Die Geschichte des Weihnachtsbaums reicht viele Jahrhunderte zurück.
Vom Symbol des Lebens zum Weihnachtsbaum
Immergrüne Pflanzen haben seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung. Gerade in der dunklen Jahreszeit standen sie für Leben, Hoffnung und Beständigkeit. Aus diesen alten Bräuchen entwickelte sich Schritt für Schritt die Tradition des Weihnachtsbaums, wie wir sie heute kennen.
Vom immergrünen Zweig zum geschmückten Baum
Lange bevor es den Weihnachtsbaum in seiner heutigen Form gab, schmückten Menschen ihre Häuser mit immergrünen Zweigen. Tanne, Fichte, Kiefer und andere wintergrüne Pflanzen galten als Zeichen für Leben, Hoffnung und Beständigkeit während der dunklen Jahreszeit.
Der Paradiesbaum
Eine wichtige Verbindung zum späteren Weihnachtsbaum entstand im mittelalterlichen Krippenspiel. Zum sogenannten Paradiesspiel gehörte ein immergrüner Baum, der als „Paradiesbaum“ bezeichnet wurde. Geschmückt wurde er traditionell mit Äpfeln.
Der Baum wird festlicher
Der Paradiesbaum wurde mit der Zeit immer aufwendiger geschmückt. Äpfel wurden durch Nüsse, Gebäck und Süßigkeiten ergänzt. Geschmückte Bäume tauchen zunehmend auch außerhalb des kirchlichen Krippenspiels auf.
Der Lichterbaum entsteht
Mit der Zeit kamen Kerzen hinzu. Aus dem geschmückten Baum wurde ein leuchtender Mittelpunkt der Weihnachtszeit. Zunächst war der Brauch vor allem in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen verbreitet.
Der Weihnachtsbaum zieht ein
Im 18. Jahrhundert wurde der Weihnachtsbaum zunehmend Teil des häuslichen Weihnachtsfestes. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich der Brauch schließlich immer stärker in den Familien und wurde zu einem festen Bestandteil der Weihnachtszeit.
Auch Goethe kannte den Weihnachtsbaum
Johann Wolfgang von Goethe lernte den Weihnachtsbaum während seiner Zeit in Straßburg kennen. Eine frühe literarische Erwähnung findet sich später in „Die Leiden des jungen Werthers“. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde der Weihnachtsbaum schließlich in immer mehr Haushalten zum festen Bestandteil des Weihnachtsfestes.
Vom Apfel zur Christbaumkugel
Auch der Schmuck des Weihnachtsbaums hat sich über die Jahrhunderte verändert. Was zunächst mit Äpfeln, Nüssen, Gebäck und anderen natürlichen Gaben begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einer immer vielfältigeren Schmucktradition.
Besonders die Herstellung von Christbaumschmuck aus Glas wurde zu einem wichtigen Teil dieser Entwicklung. Im thüringischen Lauscha entstand ab etwa 1850 eine bedeutende Tradition der Herstellung von gläsernem Christbaumschmuck.
Die klassische Christbaumkugel ist heute aus der Weihnachtsdekoration kaum noch wegzudenken.
Die Entwicklung des Christbaumschmucks
Aus einfachen natürlichen Gaben entstand über die Jahrhunderte die vielfältige Dekoration, die wir heute mit dem Weihnachtsbaum verbinden.
Äpfel
Die Äpfel des mittelalterlichen Paradiesbaums gehören zu den frühen Formen des Baumschmucks.
Nüsse & Gebäck
Nüsse, Gebäck und Süßigkeiten ergänzten den traditionellen Schmuck.
Kerzen
Mit den Kerzen wurde der Baum zum leuchtenden Mittelpunkt der Weihnachtsfeier.
Christbaumkugel
Aus dem einfachen Baumschmuck entwickelte sich die klassische Christbaumkugel als fester Bestandteil moderner Weihnachtsdekoration.
Der Weihnachtsbaum heute
Heute gehört der Weihnachtsbaum für viele Menschen selbstverständlich zum Weihnachtsfest. Die Formen und Farben des Schmucks haben sich verändert – der Gedanke dahinter ist geblieben.
Ob klassisch, modern, schlicht oder festlich: Der Weihnachtsbaum ist bis heute der Mittelpunkt vieler Weihnachtsfeiern.
„Vom immergrünen Zweig zum festlich geschmückten Weihnachtsbaum – eine Tradition, die Jahrhunderte überdauert hat.“
