Eine kleine Reise durch die Zeit

Geschichte des Weihnachtsbaums

Vom immergrünen Zweig als Zeichen des Lebens bis zum festlich geschmückten Weihnachtsbaum in unseren Wohnzimmern: Die Geschichte des Weihnachtsbaums reicht viele Jahrhunderte zurück.

Vom Symbol des Lebens zum Weihnachtsbaum

Immergrüne Pflanzen haben seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung. Gerade in der dunklen Jahreszeit standen sie für Leben, Hoffnung und Beständigkeit. Aus diesen alten Bräuchen entwickelte sich Schritt für Schritt die Tradition des Weihnachtsbaums, wie wir sie heute kennen.

Die Anfänge

Vom immergrünen Zweig zum geschmückten Baum

Lange bevor es den Weihnachtsbaum in seiner heutigen Form gab, schmückten Menschen ihre Häuser mit immergrünen Zweigen. Tanne, Fichte, Kiefer und andere wintergrüne Pflanzen galten als Zeichen für Leben, Hoffnung und Beständigkeit während der dunklen Jahreszeit.

Historisch inspirierter Weihnachtsbaum
Mittelalter

Der Paradiesbaum

Eine wichtige Verbindung zum späteren Weihnachtsbaum entstand im mittelalterlichen Krippenspiel. Zum sogenannten Paradiesspiel gehörte ein immergrüner Baum, der als „Paradiesbaum“ bezeichnet wurde. Geschmückt wurde er traditionell mit Äpfeln.

16. & 17. Jahrhundert

Der Baum wird festlicher

Der Paradiesbaum wurde mit der Zeit immer aufwendiger geschmückt. Äpfel wurden durch Nüsse, Gebäck und Süßigkeiten ergänzt. Geschmückte Bäume tauchen zunehmend auch außerhalb des kirchlichen Krippenspiels auf.

17. & 18. Jahrhundert

Der Lichterbaum entsteht

Mit der Zeit kamen Kerzen hinzu. Aus dem geschmückten Baum wurde ein leuchtender Mittelpunkt der Weihnachtszeit. Zunächst war der Brauch vor allem in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen verbreitet.

18. & 19. Jahrhundert

Der Weihnachtsbaum zieht ein

Im 18. Jahrhundert wurde der Weihnachtsbaum zunehmend Teil des häuslichen Weihnachtsfestes. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich der Brauch schließlich immer stärker in den Familien und wurde zu einem festen Bestandteil der Weihnachtszeit.

Auch Goethe kannte den Weihnachtsbaum

Johann Wolfgang von Goethe lernte den Weihnachtsbaum während seiner Zeit in Straßburg kennen. Eine frühe literarische Erwähnung findet sich später in „Die Leiden des jungen Werthers“. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde der Weihnachtsbaum schließlich in immer mehr Haushalten zum festen Bestandteil des Weihnachtsfestes.

Vom Apfel zur klassischen Christbaumkugel
Entwicklung des Christbaumschmucks

Vom Apfel zur Christbaumkugel

Auch der Schmuck des Weihnachtsbaums hat sich über die Jahrhunderte verändert. Was zunächst mit Äpfeln, Nüssen, Gebäck und anderen natürlichen Gaben begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einer immer vielfältigeren Schmucktradition.

Besonders die Herstellung von Christbaumschmuck aus Glas wurde zu einem wichtigen Teil dieser Entwicklung. Im thüringischen Lauscha entstand ab etwa 1850 eine bedeutende Tradition der Herstellung von gläsernem Christbaumschmuck.

Die klassische Christbaumkugel ist heute aus der Weihnachtsdekoration kaum noch wegzudenken.

Die Entwicklung des Christbaumschmucks

Aus einfachen natürlichen Gaben entstand über die Jahrhunderte die vielfältige Dekoration, die wir heute mit dem Weihnachtsbaum verbinden.

Äpfel

Die Äpfel des mittelalterlichen Paradiesbaums gehören zu den frühen Formen des Baumschmucks.

Nüsse & Gebäck

Nüsse, Gebäck und Süßigkeiten ergänzten den traditionellen Schmuck.

Kerzen

Mit den Kerzen wurde der Baum zum leuchtenden Mittelpunkt der Weihnachtsfeier.

Christbaumkugel

Aus dem einfachen Baumschmuck entwickelte sich die klassische Christbaumkugel als fester Bestandteil moderner Weihnachtsdekoration.

Der Weihnachtsbaum heute

Heute gehört der Weihnachtsbaum für viele Menschen selbstverständlich zum Weihnachtsfest. Die Formen und Farben des Schmucks haben sich verändert – der Gedanke dahinter ist geblieben.

Ob klassisch, modern, schlicht oder festlich: Der Weihnachtsbaum ist bis heute der Mittelpunkt vieler Weihnachtsfeiern.

„Vom immergrünen Zweig zum festlich geschmückten Weihnachtsbaum – eine Tradition, die Jahrhunderte überdauert hat.“